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Von der vorher
genannten Regelung gibt es nur ganz wenige Ausnahmen. Es handelt sich
dabei um die einsilbigen sogenannten v-Stamm-Wörter, die auf "ó",
"ő" und "ű"
enden.
| SINGULAR |
PLURAL |
| tó
(der See) |
tavak
(die Seen) |
| ló
(das Pferd) |
lovak
(die Pferde) |
| kő
(der Stein) |
kövek
(die Steine) |
| fű
(das Gras) |
füvek
(die Gräser) |
| tő
(der Stamm) |
tövek
(die Stämme) |
| mű
(das Werk) |
művek
(die Werke) |
Das v
taucht also immer nur in den Pluralformen auf. Wahrscheinlich war es im
Singular der Wörter ursprünglich einmal enthalten, ist dann
aber der besseren Aussprache wegen weggefallen.
Übrigens
scheint es fast so, als ob die ungarische Sprache große Achtung
vor Werken jeglicher Art hat, denn im Gegensatz zu allen anderen v-Stämmen
wird hier der Stammvokal nicht verkürzt.
Ebenfalls
zu dieser Gruppe gehört auch "das Wort".
Wir kennen es ja aus dem Deutschen, wo sowohl die Pluralform "Worte"
als auch "Wörter" existiert.
Der ungarische
Ausdruck für "Wort" ist "szó".
Und hier hat man nun die Auswahl zwischen den Pluralformen "szók"
und "szavak". Allerdings ist "szavak"
gebräuchlicher.
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