Die Ungarische Sprache - A magyar nyelv

Die Vokalharmonie - A magánhangzói rendező

 

 

Übersicht

 

Ergänzende Worte

 

Einleitende Worte

Die konkrete Unterteilung

Mischfälle und i-Laute

Ergänzende Worte

 

Warum ist es nun so wichtig, dieses Vokalismus zu verinnerlichen?

Ganz einfach. Das Ungarische arbeitet sehr viel mit Suffixen, die regelrecht ans Wortstammende angeklebt werden. Und diese Suffixe folgen dem Vokalismus des Wortes.

Hochvokalische Worte erhalten hochvokalische Suffixe, tiefvokalische Worte demzufolge tiefvokalische Suffixe. Man denke an die eben genannten Brücken-Beispiele oder aber an jene "Unworte" aus der Einleitung:

tehetetlenségünkkel

igazságtalanságunkkal

Egal also, ob nun Besitzverhältnisse oder der Plural oder Objektverhältnisse oder gar alles auf einmal ausgedrückt werden soll: immer wieder tauchen die Suffixe auf, die dann dem Vokalismus des Stammwortes folgen.

Und das gilt natürlich nicht nur für die Deklination der Substantive sondern auch für die Konjugation der Verben.

állok ich stehe
állunk wir stehen
szeretek ich mag
szeretünk wir mögen
ülök ich sitze
ülünk wir sitzen

Wie man sieht, für die 1.Person Einzahl gleich drei verschiedene Suffixe, nämlich ok für tiefvokalische und ek/ök für hochvokalische Verben. Wann nun ek oder ök benutzt werden muss, hängt vom (letzten) Stammvokal ab. Ist dieser ein Umlaut, wird ök benutzt, ansonsten ek.

Normalerweise aber stehen jeweils nur ein Suffix für jede Tonlage zur Verfügung.

zurück im Text

 

 

ZURÜCK

Autor: Andreas Kraneis
© 2002

all-forfree.de Counter Service